00:00:00: Newsletter sind tot.
00:00:01: Das hört man überall.
00:00:03: Und wenn ich dir sage, dass ich einen täglichen Newsletter schreibe, dann schauen mich die Leute oft an, als hätte ich den Verstand verloren.
00:00:09: Jeden Tag?
00:00:11: Ernsthaft?
00:00:11: Das fragen mich die Leute.
00:00:12: Und das nervt doch.
00:00:15: Das tut es nicht.
00:00:15: Gegenteil.
00:00:17: Genau das ist der Punkt.
00:00:18: Die besten Ergebnisse kommen oft nicht davon, wenn du die Regeln befolgst.
00:00:22: Nicht das machst, was alle anderen machen, sondern davon, dass du Regeln brichst.
00:00:26: Und heute zeige ich dir, wann das Sinn macht.
00:00:29: Und wenn nicht...
00:00:30: Und ich verrate dir, warum wir evolutionär darauf programmiert sind, Regeln zu befolgen und warum genau das heute dein größter Nachteil sein kann.
00:00:45: In letzten Folge habe ich dir erzählt, warum mein Newsletter mein wichtigster Kanal ist.
00:00:50: 600 Abonnenten, Fanbriefe, brachte ziemlich schnell ein Drittel meines Umsatzes.
00:00:55: Aber eine Frage blieb dabei offen.
00:00:57: Warum denn jetzt täglich?
00:00:58: Warum nicht einmal in der Woche oder einmal Monat?
00:01:01: Täglich, sowas macht doch keiner.
00:01:03: Genau das ist der Punkt.
00:01:04: Das macht keiner.
00:01:05: Deshalb funktioniert es.
00:01:07: Also heute geht es nicht um Newsletter, sondern heute geht es um ein Prinzip.
00:01:12: das mein ganzes Business verändert hat.
00:01:14: Nämlich Muster zu brechen.
00:01:16: Pattern break, sagt man im Englischen.
00:01:19: Das Problem ist nämlich, die meisten machen, was alle machen.
00:01:22: Sie lesen die gleichen Tipps, sie folgen den gleichen Ratschlägen und sie kopieren, was bei anderen funktioniert.
00:01:28: Und ich war da auch vorher gar keine Ausnahme.
00:01:31: In meiner Anfangszeit habe ich Beiträge von erfolgreichen amerikanischen Marketer genommen und habe sie quasi kopiert.
00:01:38: Ein bisschen umgeschrieben, die Ideen übernommen, aber ...
00:01:41: Im Wesentlichen habe ich das einfach so kopiert.
00:01:44: Aber das Ergebnis hat nicht funktioniert.
00:01:47: Meistens gar nicht.
00:01:48: Und das ist auch ganz logisch.
00:01:49: Eine Kopie ist nie so gut wie das Original.
00:01:52: Und wer das macht, was alle machen, der ist austauschbar.
00:01:55: Das ist reaktiv statt aktiv.
00:01:57: Ja, und heute gibt es tausende Coaches, Bücher an jeder Ecke, Tipps überall und jetzt auch noch KI, die dir in Sekunden Content ausspuckt.
00:02:06: Aber wenn alle das Gleiche machen, wo ist denn dann dein Und der Hebel liegt nicht im Mehr vom Gleichen, sondern im Andersdenken, im Musterbrechen.
00:02:15: Aber wichtig ist jetzt, bevor du jetzt losrennst und alles anders machst, es gibt Regeln, die du nicht brechen solltest.
00:02:22: Ich nenne sie die Grundgesetze.
00:02:24: Also das sind keine Marketing Trends, sondern psychologische Wahrheiten, die immer Beispiel Menschen treffen Kaufentscheidungen erst emotional und prüfen sie dann rational.
00:02:38: Also im Gehirn wird erst das limbische System aktiv.
00:02:41: bevor der Verstand der Neokortex aktiv wird.
00:02:44: Das ist so.
00:02:45: Hintereinander.
00:02:46: Und wenn du das ignorierst, also zum Beispiel auf einer Webseite, erst mit den Zahlen, Daten, Fakten anfängst, also in rationalen Infos, dann hast du es schon verloren, bevor du
00:02:54: angefangen Denn es gilt weiterhin, du musst die Leute erst emotional erreichen über ihre Probleme, ihre Wünsche und dann auf der Zahlen, Daten, Fakten Ebene die Belege bringen,
00:03:04: dass das, was du sagst, stimmt und dass sie wissen,
00:03:07: dass sie bei dir richtig aufgehoben sind.
00:03:10: Oder was ist noch so ein Grundgesetz?
00:03:12: Der Call to Action gehört ans Ende, nicht an den Wenn du Social Media Post mit dem Call to Action beginnst, dann haben die Leute am Ende ja schon wieder vergessen, was sie gelesen
00:03:21: haben.
00:03:22: Und außerdem, für einen Call to Action liest man keinen Beitrag.
00:03:25: Ich will erst vorher wissen, was habe ich davon, wenn ich das gleich lese.
00:03:28: Also das sind Grundgesetze, gelten.
00:03:31: Wann gehört was von der Struktur in den Content?
00:03:35: Und die zu brechen, das ist jetzt nicht mutig, ist noch nicht kreativ, das ist dann einfach Quatsch.
00:03:40: Aber wie du diese Grundgesetze mit Leben füllst, da liegt der Spielraum.
00:03:44: Da kannst du Muster brechen.
00:03:45: Ich sag dir mal zwei Beispiele.
00:03:48: Ich hab ja auch ein Kaltakquise-Training.
00:03:50: Und da trainieren wir halt mit Kunden, wie sie jemanden Und jemand ruft an, stellt sich vor und dann, was passiert dann?
00:03:59: Die meisten Schwadronieren reden den heißen Brei und langweinen ja gegenüber.
00:04:02: Deswegen sind ja so viele genervt von Kaltakquise.
00:04:05: Und was wir in dem Training machen, ist, wir machen das anders.
00:04:08: Direkt nach der Vorstellung nutzen wir den Radical Honesty Frame und sagen Ja, ich will Ihnen was verkaufen, aber nur wenn es für Sie wirklich Sinn ergibt.
00:04:17: Sie können jetzt Nein sagen oder Sie geben mir 63 Sekunden und ich sage Ihnen auf den Punkt, worum es Das ist ungewohnt.
00:04:24: Das bricht Muster und genau deshalb funktioniert es.
00:04:28: Also das Grundgesetz bleibt.
00:04:30: Menschen wollen wissen, worum es geht, bevor sie Zeit investieren.
00:04:34: Aber die Umsetzung
00:04:35: Die haben wir hier radikal vereinfacht, indem wir direkt ganz klar frei raussagen, worum es hier konkret geht in dem Oder gucken wir uns Beispiel zwei, meinen täglichen Newsletter
00:04:44: an.
00:04:45: Alle sagen, einmal pro Woche reicht.
00:04:47: Mehr nervt doch die Leute.
00:04:50: Und ich sag, ich mach's jeden Tag und die Leute lieben's.
00:04:54: Und warum?
00:04:55: Weil's unerwartet ist und weil's Dissonanz erzeugt.
00:04:59: Dissonanz entsteht, wenn etwas nicht zu unseren Erwartungen passt.
00:05:04: Dissonanz zwingt uns hinzuschauen und uns damit auseinanderzusetzen.
00:05:09: Wenn alle wöchentlich schreiben oder monatlich und einer täglich, dann fällt er auf.
00:05:16: Es gehört natürlich zu dem Erfolgsrezept dazu, dass die Inhalte gut sind.
00:05:19: Das ist natürlich auch nochmal ein ganz wichtiger Punkt.
00:05:23: Oder Beispiel drei, mein Branding.
00:05:26: Du siehst es bei dem Podcast Cover oder wenn du auf meine Webseite gehst oder mein LinkedIn Profil.
00:05:31: Meine Farben sind schwarz mit Magenta.
00:05:34: Das leuchtet, das erkennt man sofort wieder.
00:05:37: Nicht das typische Business-Blau und auch nicht Grün- oder Grautöne und keine Pastelltöne, schwarz mit einem knalligen Magenta dazwischen.
00:05:46: Das ist ungewöhnlich, das ist auffällig, das polarisierend und genau deshalb bleibt das hängen.
00:05:53: Und ich habe noch ein viertes Beispiel zum Thema Muster brechen.
00:05:56: In meinem Content stelle ich das scheinbar Selbstverständliche in Also unbequeme Wahrheiten auszusprechen, Position, die nicht jeder teilt.
00:06:05: Heilige Kühe schlachten nenne ich es immer.
00:06:07: Also viele sagen ja, du musst mehr Wert bieten in deinem Content.
00:06:12: Das hört man überall.
00:06:13: Aber was passiert?
00:06:14: Die Beiträge der meisten lesen sich doch wie aus dem Schulbuch.
00:06:18: Zehn bessere Tipps für besseres Leadership.
00:06:22: Zwölf Tipps für besseres Social Media Marketing.
00:06:24: Aber sowas können die Leute auch bei ChatGPT fragen und kriegen sofort eine Antwort.
00:06:28: Die Leute scheitern ja nicht am Wissen.
00:06:30: Sie scheitern an der Umsetzung.
00:06:33: Also ist Mehrwert bieten an sich ja nicht falsch.
00:06:37: Aber es greift zu kurz.
00:06:40: fragst du dich vielleicht, wenn Musterbrechen so wirksam ist, warum machen es dann so wenige?
00:06:46: Und die Antwort, liegt tief in uns.
00:06:50: Lenin, Lenin soll mal gesagt haben, der war ja schon vor über 100 Jahren, Revolution in Deutschland, das wird nie was.
00:06:58: Wenn diese Deutschen einen Bahnhof stürmen wollen, kaufen die sich noch eine Bahnsteigkarte.
00:07:02: Und da ist was dran.
00:07:04: Wir sind gerade in unserer Kultur hier sehr auf Anpassung konditioniert.
00:07:08: Das fängt schon in der Schule an.
00:07:09: Hier nehme ich zum Beispiel bei mir Matheunterricht.
00:07:13: Da hat es nicht gereicht, richtige Ergebnis zu haben.
00:07:16: Der Lösungsweg wurde auch bewertet.
00:07:18: Also wenn ich nur die richtige Lösung geschrieben habe in der Klassenarbeit, aber nicht den richtigen Lösungsweg beschrieben habe, dann gab es Punktabzug.
00:07:25: Also sind wir konditioniert, bestimmten vorgefertigten Pfaden zu folgen.
00:07:29: Aber es geht noch tiefer.
00:07:30: Da steckt er viel tiefer in unserem ganzen System drin.
00:07:33: Unsere Vorfahren, jetzt damals noch so die Jäger und Sammler und in der Wildnis, die lebten ja in kleinen Gemeinschaften.
00:07:41: Und da gab es Regeln.
00:07:42: Regeln, wie man Feuer macht, Regeln, wie man jagt und dann später Regeln, wie man Landwirtschaft betreibt.
00:07:48: Und wer diese Regeln gebrochen hat, der hat sein Überleben riskiert.
00:07:51: Oder der wurde aus der Gemeinschaft ausgestoßen.
00:07:54: Das konnte natürlich eben schnell gefährlich werden.
00:07:57: Deshalb ist Regelbefolgung tief in uns verankert.
00:08:00: Es war überlebenswichtig, den Regeln zu folgen.
00:08:02: Nur heute, heute leben wir ja einer ganz anderen Zeit.
00:08:06: ich sag mal, in 99,99 Prozent der Fälle gefährden wir nicht unser Überleben, wenn wir unsere eigenen Regeln machen.
00:08:13: Und trotzdem sitzt diese Angst so tief.
00:08:15: Und ich sehe das auch bei Kunden und ich sehe das in meinem Umfeld.
00:08:18: Der Mut, sich aus dem Gewohnten heraus zu heben, das ist
00:08:22: Das ist für viele eine echte Hürde und ich verurteile das gar nicht, weil es ist menschlich.
00:08:26: Aber wer es schafft, diese Angst zu überwinden, der hat einen echten Vorteil.
00:08:32: Und jetzt stell dir mal vor, du hörst auf, das zu tun, was alle tun, und du findest deinen eigenen Weg, deine eigene Stimme, deine eigenen Regeln.
00:08:41: Und dann bist du nicht mehr einer von 1000, sondern bist du einer von denen, an dem man sich erinnert.
00:08:46: Und nicht, weil du lauter schreist als die anderen, sondern weil du anders denkst.
00:08:51: Und das ist kein Risiko.
00:08:53: Das ist dein größter Hebel, dich abzugrenzen von anderen und dein ganz eigenes Standing draußen am Markt zu finden.
00:09:00: Also jetzt hast du das Prinzip verstanden.
00:09:03: Grundgesetze einhalten, die Grundregeln befolgen, aber die Umsetzung neu denken.
00:09:09: wie?
00:09:09: setze das konkret um, zum Beispiel bei deiner Sichtbarkeit.
00:09:13: Viele versuchen dann mit Freebies Leads zu generieren, mit PDFs, mit Checklisten, mit E-Books und wundern sich, warum es nicht funktioniert.
00:09:21: Deswegen heute schon mal die Vorschau.
00:09:23: nächsten Folge zeige ich dir, welche Freebies heute noch ziehen und welche du dir sparen kannst.
00:09:28: Und Spoiler, die Leute wollen dich erleben und nicht lesen, was du weißt.
00:09:34: Also freu dich schon auf die nächste Episode.
00:09:35: Marketing, das nicht verkauft, ist Deko.
00:09:39: Und genau das ändern wir hier.